Das westliche Frühstück fällt heute etwas spärlich aus, aber wir haben genügend Proviant dabei. Um 9 Uhr werden wir von unserem Reiseleiter und dem Fahrer abgeholt. Vorbei an vielen Grünteeplantagen und blühenden Chrysanthemenfeldern fahren wir in die Berge. Mit einem Shuttlebus fahren wir weiter zur Seilbahn und ersparen und dadurch einen 3-stündigen Aufstieg. Im Huang Shan-Gebirge genießen wir eine tolle Fernsicht und die bewaldeten, schroffen Felsen der Berge. Auch hier haben wir wie schon so oft auf unserer Reise durch China sehr viel Glück mit dem Wetter und den wenigen anderen Touristen. In der Huangshan-Region regnet es nämlich im Durchschnitt über 200 Tage im Jahr. Es diente als Vorlage für die fliegenden Berge im Film Avatar. Unser heutiges Hotel (Beihai), ist mitten auf dem Berg und auch wieder überraschend anders als unsere bisherigen Hotels. Vermutlich hatte es im Kommunismus der 60-er Jahre seine Blütezeit und hat all die Jahre überdauert, wurde quasi fernab der Zivilisation in den Bergen konserviert. Bereits Parteigrößen wie Deng Xiaoping haben hier eine Auszeit genossen. Immer wieder sehen wir Lastenträger, die Lebensmittel und Waren für die Hotels aus dem Tal herauf oder den Berg hinunter schleppen. Auf unsere Frage, warum hierfür nicht auch die Seilbahn verwendet wird, meinte unser Reiseleiter, dass dann ja die Lastenträger ihre Arbeit verlieren würden.
Am Nachmittag wandern wir noch etwas auf dem Berg und betrachten den Sonnenuntergang in dem Tal, welches die Einheimischen Grand-Canyon nennen, sowie auf einem noch höher gelegenen Aussichtspunkt. Am Abend essen wir mit unserem Reiseleiter im Hotel, er frittierte Hühnerbeine, wir vegetarisch.
Huang Shan
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